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Ayasofya - Hagia Sophia

Das großartige Innere der Basilika ist um ein Mittelschiff herum angelegt. Mit ihrer Gesamtfläche von 7.570 qm steht die Hagia Sophia an vierter Stelle hinter der Peterskirche, der Kathedrale von Sevilla und dem Mailänder Dom. Das Innere wird von der gewaltigen Kuppel dominiert die sich 55 m über dem Erdboden erhebt, einen Durchmesser von mehr als 30 m besitzt und von deren Zentrum sich 40 Streben zu den 40 Fenstern erstrecken.

Das Gewicht der Kuppel wird von vier Hauptpfeilern getragen, die wiederum auf vier kleineren lasten. Zu der strahlenden Helle der Basilika trugen auch die 16.000 qm an Mosaiken bei, die über den ganzen Innenraum verstreut waren. Auch in der Kuppel befand sich ein Mosaik aus purem Gold mit einem Kreuz in der Mitte.
Leider verschwand der größte Teil der Mosaikdekoration im Laufe der Jahrhunderte: zuerst durch die Wut der Bilderstürmer, die nur die abstrakten Dekorationen verschonten und nach der türkischen Eroberung aufgrund des Verbots des Islam, die menschliche Gestalt abzubilden.
Die Kirche hatte auch schwer unter Naturkatastrophen zu leiden: 553 und 557 erschütterten heftige Erdbeben die Mauern der Basilika, bis im Jahr 558 der östliche Bogen und Teile der Kuppel einstürzten und dabei den Altar, die Monstranz und den Ambon zerstörten.


Ayasofya


Nachdem sie wieder restauriert und von neuem eingeweiht worden war, hatte die Hagia Sophia in der Folgezeit ganz andere Katastrophen zu überstehen.
Gut 17 mal konnte Konstantinopel den Belagerungen ungläubiger Völker widerstehen, fiel aber am Anfang des 12. Jh. der Wut eines Christischer Heeres zum Opfer.
Innerhalb von drei Tagen wurde die Hagia Sophia völlig ausgeplündert, ihrer wertvollen lkonen, silbernen und goldenen Kandelaber, mit kostbaren Edelsteinen verzierten Kreuze und ihrer funkelnden Reliquien beraubt: alles Greifbare wurde zur Geldbeschaffung eingeschmolzen.
Am 19. Mai 1453 wurde Konstantinopel von den osmanischen Türken erobert. Am späten Nachmittag desselben Tages betrat Mehmet 11. die Hagia Sophia, und nach neun Jahrhunderten christlicher Gottesdienste hallte zum ersten Mal das Gebet des Muezzin von den mächtigen Kuppeln wieder.